Urnenfelder Kultur

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Mit Urnenfelderzeit, kurz auch „UK“ genannt, bezeichnet man eine der wichtigsten Kulturen in der späten Bronzezeit (ca. 1.300 bis 800 vor Chr.). Ihren Namen hat sie von der Bestattungssitte, die auf Scheiterhaufen verbrannten Verstorbenen in Urnen beizusetzen. 

 

 

Verbreitung und Ausdehnung der Urnenfelder Kultur

Eine Verbreitung der Urnenfelderkultur lässt sich über weite Teile des südlichen Mitteleuropas nachweisen. Sie reichte von Mittelfrankreich (Pariser Becken) im Westen bis nach Niederösterreich und das Burgenland im Osten Österreichs, erstreckte sich Richtung Süden nach Slowenien. Auch Teile der übrigen Donauländer sowie Belgien und die Niederlande, Südfrankreich und Norditalien rechnet man zum Verbreitungsgebiet der UK.   

In Österreich bezeichnet man den Alpen- und Donauraum als Kernbereich der Urnenfelderkultur, wobei eine Gliederung in einen westlichen und einen östlichen Kreis besteht: In der älteren und mittleren Urnenfelderzeit lag die Grenze zwischen den beiden Kreisen im Bereich Strudengau – Dunkelsteiner Wald, in der jüngeren Phase gehörten auch die Gebiete des heutigen Oberösterreich und Salzburg zum Ostkreis.

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Waffen und Schmuck aus Bronze

In der Urnenfelderkultur wurden Gegenstände aus Bronze großteils unter Verwendung von Gussformen hergestellt. Ebenso zeugt eine große Anzahl von Funden von der häufigen Verwendung von Bronzeblech (z.B. Gefäße, Helme, Beinschienen…). Zur Bewaffnung zählten Schwerter, Dolche, Lanzen und Speere sowie Pfeilspitzen. Die häufigsten Waffen- und Werkzeugfunde liegen aus sogenannten Depotfunden vor, bei denen es sich um eine (vermutlich rituelle?) Deponierung von Waffen und Geräten in Gewässern handelt. Besonders typisch sind Depots mit einer großen Anzahl von Sicheln oder Beilen. 

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Frau der Urnenfelderzeit

Fund von Teilen einer Kopfbedeckung aus der Urnenfelder Kultur Grab 23 / Grundfeld

 

Rekonstruktionsversuch

 

Frau der Urnenfelder Kultur

Frau der Urnenfelder Kultur mit Haube und Stehkragen

Schmuckstücke wurden in unterschiedlichsten Formen aus Bronze, aber auch aus Bein, Glas, Bernstein und Gold hergestellt. Zum Ende der Urnenfelderkultur gelangten auch vereinzelt eiserne Gegenstände durch Tauschhandel in deren Verbreitungsgebiet. Solche Eisenfunde liegen unter anderem aus Südwestdeutschland vor.

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Bergbau in der Urnenfelderzeit

Im Gebiet des heutigen Österreichs gibt es nicht wenige Funde, die auf einen regen Bergbau in der UK hinweisen. Am Jochberg bei Kitzbühel (Tirol), in Wörgl (Tirol) sowie in Krumpenthal (Steiermark) weisen zahlreiche Funde auf intensiven Kupferbergbau und – verhüttung hin. Nicht zuletzt sei auch der Salzabbau in Hallstatt (Oberösterreich) erwähnt, wo während der jüngeren Urnenfelderzeit  bereits prähistorischer Salzbergbau im großen Stil betrieben wurde.

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Link: Literaturhinweise

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