Die Perser

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Farbliche Rekonstuktion des Alexander Sagropharges

 

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In der Antike war das größte, damals bekannte Reich des europäisch-asiatischen Kontitents der Vielvölkerstaat der Achämeniden, das Persische Weltreich. Von ca. 550 - 330 v.Chr. bestand eine Weltmacht, deren größte Ausdehunung zeitweilig von der unteren Donau bis zum Indus und von Ägypten bis ans kaspische Meer reichte, eine Weltmacht, deren Pracht und Kultur schon damals Legende war und deren Feindschaft mit Griechenland die Entwicklung Europas maßgeblich beeinflusste.

 

Rython

Zeittafel der Könige:

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Kleidung:

Hoftracht – elamisches Faltengewand

Dieses Kleidungsstück besteht aus 2 rechteckigen Stoffteilen, die von Handgelenk bis Handgelenk und von Hals bis Ferse reichen. Wie auf den glasierten Ziegelreliefs zu sehen ist war sowohl Vorder- als auch Rückseite mit einem andersfarbigen Stoffstreifen durchzogen.

Mit Hilfe eines wahrscheinlich textilen Gürtels (ohne Schnalle) wurde das Gewand dann an der Hüfte gegürtet, wobei die beiden seitlichen Nähte leicht nach vorne gezogen werden.

Als Kopfbedeckung kann hierbei entweder die klassische Tiara (pers. kurpāsa, siehe Abbildung), ein wulstförmiges Haarband oder die sogenannte Federkrone getragen werden. Als Schuhwerk findet sich bei den Ziegelreliefs hier ausschließlich ein Schuh mit 3 Zungen als Verschluss. 

Löwenköpfe als Schmuckbesatz der Kleidung

 

http://members.aon.at/gentes/Darstellung/persergewand4.jpg

Medische Tracht

Dies ist die klassische Tracht für Bewaffnete und findet sich abwechselnd mit Trägern der Hoftracht auf den Apadana Reliefs und auch auf div. Anderen Abbildungen (Vasen, Mosaik etc.). Sie besteht aus einer klassischen Tunika (pers. sárapiš )mit angesetzten langen Ärmeln, einer Hose (meist mit angenähten Füßlingen) und der Tiara (pers. kurpāsa ) als Kopfbedeckung. 

Die Tunika wird aus mehreren Stücken zusammengenäht und enthält einen andersfarbigen Mittelstreifen vorne, einen breiten Streifen beim V-Ausschnitt am Hals und am unteren Saum. Auf Abbildungen des Alexandersarkophages (Abbildung) sehen wir auch einen eingesetzten Streifen an den seitlichen Nähten.  

Die Hose (pers. šaravāra) ist relativ eng anliegend und kann einen andersfarbigen Seitenstreifen aufweisen. Meist ist sie jedoch sehr aufwendig verziert (eingewebte oder aufgestickte Muster oder Motive). Das Schuhwerk besteht aus einem recht einfachen Schnürschuh.

Zu beiden Trachten kann der Mantel (pers. gaunaka, siehe Abb. Hoftracht) getragen werden. Meist wird er als Standessymbol über die Schultern gelegt und weist besonders lange Ärmel auf.

Zur Frauentracht lassen sich nur wenige Belege finden, aber alle Abbildungen zeigen Frauen in der elamischen Tracht oder dem weiten, bodenlangen ionischen Chiton. Auf einer Abbildung trägt die Frau einen Mantel der sowohl das Haar bedeckt wie auch den kompletten Rücken (wie bei einer römischen Matrone)

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Die persische Armee:  

http://lh3.ggpht.com/_O9i8A6Q49EY/THqsfaBHBiI/AAAAAAAAEJ4/_0yFm-xgzds/s800/IMG_0005.JPG

Grundsätzlich war die persische Armee keine Berufsarmee sondern bestand aus vor Ort und bei Bedarf ausgehobenen Truppen aus der Bevölkerung (pers. kara), dem man sich durch bezahlen einer Kriegsdienst-Ersatzsteuer (pers. sab-sarri) entziehen konnte. Jedoch war es angesichts der Eroberungen und ständigen Bedrohung durch innere Revolten und äußere Feinde wurde es notwendig ein stehendes Heer aus zwangsrekrutierten und Söldner zu etablieren. Es wurden aus allen Teilen des Reiches, gegliedert in Militärbezirke (pers. hatru) –im Gegensatz zur grundsätzlichen Verwaltung, bei der das Reich in Satrapien gegliedert war [1]- Spezialisten rekrutiert. Es gab daher Länder aus denen Bogenschützen (pers. bit quasti), Berittene (pers. bit sisi), Streitwagen/-lenker (pers. bit narkabti) oder Hochrangige/ Elitesoldaten (pers. astebariana) rekrutiert wurden. So kamen z.B. berittene Bogenschützen aus Skythien, schwere Kavalleristen aus Bactrien oder schwere Hopliten als Söldner (pers. kardaka) aus den griech. Städten entlang der Küste Lydiens.

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[1] Ob sich die Satrapien und Militärbezirke deckten können wir nicht mit Sicherheit sagen

Die persische Armee der Achaemeniden gliedert sich in ein dezimales System:

Ausgerüstet waren die Soldaten mit entweder mit einem großen, rechteckigen Weidenschild (pers. spara) oder der kleinen, halbmondförmigen Pelte (pers. taka) und wurden dementsprechend Sparabara oder Takabara genannt. Als Angriffswaffe trugen sie einen relativ kurzen Stoßspeer (pers. arsti) und ein zweischneidiges Kurzschwert (pers. akinakes), seltener eine langstielige Streitaxt (griech. sagaris).

Als Rüstung überliefert ist uns einerseits der Leinenpanzer nach griechischem Vorbild oder Schuppenpanzer, zumeist waren sie aber ungerüstet. Das Tragen von Helmen ist uns überhaupt nicht überliefert.

Die wohl berühmteste Einheit der persischen Armee ist die großkönigliche Leibgarde bestehend aus den 10.000 „Unsterblichen“ (pers. amrtaka) oder auch genannt „Goldapfelträger“ (nach dem kugelförmigen Speerschuh).

Die Taktik der persischen Armee war es den Feind durch bloße zahlenmäßige Überlegenheit oder entschlossenes Auftreten mit jeglichem Prunk und Protz zum Aufgeben zu bewegen. Dass diese Taktik beim Aufeinandertreffen mit den schlachthungrigen Makedonen unter Alexander d. Großen scheiterte ist am abrupten Ende der Achaemenidischen Dynastie ersichtlich.

      Sagaris, pers. Streitaxt  

 Akinakes, pers. Kurzschschwert

      Pelta, pers. Schild  

Persischer Speer

     Trageweise des Akinakes - dem Relief der Apadana Treppe nachempfunden 

Detail Apadana Treppe - Trageweise des Akinakes

http://lh4.ggpht.com/_O9i8A6Q49EY/THq26ZiAihI/AAAAAAAAEJ4/W3oqXiaXT30/s576/IMG_0173.JPG

Detail der nördlichen Apadana Treppe in Persepolis  

http://lh3.ggpht.com/_ooYLFZ-MVhk/TKncfa5U9LI/AAAAAAAACGM/I0NxCaK0fAw/s800/IMG_0017.JPG   

Kardaka in der Armee des Großkönigs

 

 

Peltast in der Armee des Großkönigs

 

 

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Link: Literaturhinweise

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